Produkte - Schleifmühle

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Die Schleifmühle

Produkte der Schleifmühle




In den ersten Jahren der Schleifmühle dienten die Produkte ausschließlich dem Repräsentationsbedürfnis des Herzogs. Kleinere Gegenstände wurden in die Fürstenhäuser nach ganz Europa verschenkt und steinerne Tischplatten zierten die Schlösser im Lande. Die Herstellung von Vasen, Taufsteinen oder „Punsch-Schalen” wurde vom Steinschleifer selbst – in zunehmendem Maße jedoch auch von kenntnisreichen Tagelöhnern – ausgeführt. 1829 wurde durch die Arbeiter Busse, Pommerencke und Stender eine Granitvase für den Großherzog hergestellt, für die sie 4 Reichstaler und 8 Schillinge bekommen. Es gab zwei Möglichkeiten, diese Produkte herzustellen – mit dem Handkolben oder „nach Art der Vasen” auf der Drehbank.







Die Weihbecken und der Taufstein der Katholischen Kirche in
Ludwigslust wurden vom Schleifmühlenarbeiter Johann Busse
1827 „mit dem Hand-Kolben” hergestellt.




Der „vaterländische” Granit war geeignet, sowohl symbolisch als auch ästhetisch die spektakulärsten Steinmetzunternehmungen des Landes zu tragen. Die Sarkophage Herzog Friedrichs (1790) und des Großherzogs Friedrich Franz I. (1843) in Ludwigslust und Bad Doberan gehören – vor allem wegen ihrer Größe – zu den kompliziertesten Arbeiten der Schleifmühle. So dauerte die Herstellung des Sarges des Herzogs Friedrich über drei Jahre - vom 1. April 1786 bis zum 31. Juli 1789. Noch länger brauchte die Fertigstellung des Sarkophags des Großherzogs Friedrich Franz. Von der Auswahl eines Entwurfes des damaligen Landbaumeisters Georg Adolph Demmler am 26. November 1835 bis zur Fertigstellung am 10. Dezember 1843 vergingen über acht Jahre. Die Postamente der Denkmäler des Fürsten Blücher in Rostock (1819) und des Großherzogs Paul Friedrich (1849) wurden nur zum Teil in der Schleifmühle hergestellt, sondern auch direkt vor Ort in traditioneller Weise behauen, geschliffen und poliert. Auch die Altarbekleidung der Doberaner Kirche, die Wandplatten in der Blutskapelle des Schweriner Doms, Kamineinfassungen und Grabmäler gehören zu den heute noch existierenden Großprojekten der Schweriner Schleifmühle.

© Dr. Ralf Gehler, M. Zimmermann, SGMV

 
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